HAUS BRUNHILD

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Vom Fragment zur Einheit – ein Haus findet seine Ordnung.

Was passiert, wenn man ein Haus einmal komplett neu sortiert? Aus einem wilden Mix entsteht Klarheit, Licht und Raum. Ein Umbau, der zeigt, wie viel Potenzial im Bestand steckt.

Vorgefunden wurde eine Doppelhaushälfte aus den 1960er-Jahren, mehrfach erweitert und deutlich in die Jahre gekommen – mit uneinheitlichem Grundriss und einer Materialvielfalt ohne klare Linie. Keine leichte Aufgabe, sondern der ideale Ausgangspunkt für eine grundlegende Neuordnung.

Die Entkernung bildet den Ausgangspunkt für diese Neuorganisation. Der Grundriss wird geöffnet, Wege neu gedacht, Nutzungen verlagert und Räume miteinander verknüpft. So entsteht eine klare, fließende Struktur, die Wohnen, Essen und Kochen selbstverständlich miteinander verbindet und zugleich Rückzug ermöglicht.

Schon im Eingangsbereich zeigt sich die neue Haltung: Die Haustür rückt zur Straßenseite, darüber wird die Decke geöffnet. Der Treppenraum wächst bis unter die Dachschräge und wirkt plötzlich deutlich großzügiger, als man es dem Haus von außen zutraut. Eine geschwungene Treppe führt auf eine offene Galerie, von der aus Schlafzimmer, Ankleide, Masterbad sowie das durch die Aufstockung des seitlichen Anbaus neu gewonnene Zimmer erschlossen werden.

Und auch an später ist gedacht: Ein vorbereiteter Deckendurchbruch bis in den Keller – aktuell mit Glas geschlossen – ermöglicht bei Bedarf den nachträglichen Einbau eines Aufzugs und macht das Haus langfristig flexibel nutzbar.

„Herr Hörner hat mit größter Geduld alle Behördengenehmigungen eingeholt, er hatte die Bauleitung und -aufsicht und die zahlreichen Gewerke koordiniert und abgestimmt. Dabei half ihm seine verbindliche Art, sein großes Fachwissen und seine Bereitschaft, auf andere zuzugehen und zuzuhören.“

– Ulrike und Gábor M., Bauherrschaft

Gartenseitig erweitert ein Anbau den Wohnbereich. Die ehemalige Terrasse wird Teil des Hauses, der frühere Außenkamin wird im neuen Gewand zum Mittelpunkt des Kaminzimmers. Großzügige Öffnungen verbinden Innen und Außen und lenken den Blick in den liebevoll gestalteten Garten.

Die Küche wandert von der Straßenseite nach hinten und schließt direkt an den Essbereich an – kurze Wege, klare Abläufe. Oberlichter über Küche und Kaminzimmer bringen zusätzlich Tageslicht tief in den Grundriss und verstärken die räumliche Weite.

Die Materialität bleibt bewusst reduziert: ein fugenloser Gussboden in Betongrau – passend dazu das graue Treppengeländer – weiße Wände und Decken sowie maßgefertigte Einbauten in Eiche und Schwarz. Die Kombination schafft eine ruhige, moderne Atmosphäre und gibt den Räumen eine klare Struktur.

„Im Web fanden wir Herrn Hörner von EBEN ARCHITEKTUR. Vom ersten Treffen an hatten wir ein gemeinsames Verständnis, das sich durch die ganze Zusammenarbeit zog.“

– Ulrike und Gábor M., Bauherrschaft

„Wir haben sehr eng zusammengearbeitet und alle Aktivitäten gemeinsam besprochen…die Zusammenarbeit war immer und zu jeder Zeit hervorragend.“

– Ulrike und Gábor M., Bauherrschaft

Ergänzt wird das Konzept durch eine zeitgemäße, nachhaltig ausgerichtete Haustechnik: Eine Luft-Wärmepumpe übernimmt die effiziente Wärmeversorgung, eine dezentrale Wohnraumlüftung sorgt für den kontrollierten Luftwechsel, während eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung beiträgt. Die technischen Maßnahmen fügen sich selbstverständlich in das Gesamtkonzept ein und unterstützen den Anspruch an eine zukunftsfähige, ressourcenschonende Nutzung.

So entsteht ein Haus, das den Bestand respektiert und gleichzeitig neu interpretiert – funktional durchdacht, räumlich klar und auf langfristige Nutzung ausgelegt.

„Wir lieben unser neues Haus und Herr Hörner hat einen riesengroßen Anteil daran. Für uns und unser Projekt war er genau der richtige Partner.“

– Ulrike und Gábor M., Bauherrschaft

Vor der Sanierung